Historische Bauart

Finke

Lätzsch

Hohe Ansprüche

Im Stadtposaunenchor Basel werden hauptsächlich Trompeten und Posaunen gespielt, die meisten davon in sogenannt «historischer Bauart». Auf die sonst in Posaunenchören üblichen Instrumente wie Euphonium oder Tuba wird weitgehend verzichtet, nicht zuletzt weil es mühsam und schwierig ist, eine Tuba auf den Münsterturm zu transportieren.

Die Alt-, Tenor- und Bass-Posaunen sind Nachbauten von Instrumenten aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Die Trompeten sind Instrumente mit Drehventilen, aber ebenfalls mit einer etwas engeren Mensur als moderne Trompeten. Diese Instrumente haben einen diskreteren, obertonreicheren Klang als moderne Blechblas-Instrumente. Sie passen vorzüglich zu Singstimmen. Besonders gerne arbeiten die Gruppen des Stadtposaunen-chors mit Chören zusammen.

Etwa ab 1960 rüstete der Stadtposaunenchor Basel seine Bläserinnen und Bläser konsequent  mit eng mensurierten Trompeten und Posaunen der Firma Finke, Herford/Westfalen aus.


Bild         Ein Satz dieser Instrumente (Trompete, Alt-, Tenor-, Bassposaune) wird  demnächst dem Musikmuseum Basel übergeben, als kulturhistorischen Zeugnis.



Etwa ab 1970 , als Ersatz für die Finke-Instrumente die wesentlich besseren der Firma Lätzsch in Bremen anzuschaffen. Diese Instrumente 

werden bis heute von vielen Bläserinnen gespielt und gepflegt.


Bild         Eng mensurierte «Barocktrompete» von Lätzsch Bremen


Nach 1980, als Heinrich Huber (Posaune), Edward H.Tarr (Naturtrompete), Bruce Dickey (Zink) und Charles Toet (Posaune) an der Schola Cantorum Basiliensis neue Standards historischer Aufführungspraxis mit Blechinstrumenten setzten, genügten die Lätzsch-Posaunen einigen Bläser:innen nicht mehr; sie  sahen sich nach Alternativen um. 

Diese fanden sich unter anderem in den qualitativ hochstehenden und weitgehend nach alten Methoden handgefertigten Posaunen der Firma Egger Instrumente in Basel/Münchenstein. 


Bild                        Renaissance-Bassposaune in Es/D von Egger 

Das Vorbild dazu wurde 1612 von Isaac Ehe in Nürnberg gebaut.