Der Stadtposaunenchor:

die Basler Turmbläser



      Am 14. März 2015 fand zum 2890. Mal das Vesperblasen statt. In der Regel spielt dabei eine Gruppe von einem der Türme des Münsters. Bei ungünstigem Wetter oder wenn der Münsterplatz anderweitig besetzt ist, bietet sich der Kreuzgang als feierliche Alternative an.



      Das Vesperblasen bezieht sich auf die Jahrhunderte alte Tradition der Turmbläser, die in Basel vom Mittelalter bis in das 19. Jahrhundert Bestand hatte.



      In den späten Fünfzigerjahren des letzen Jahrhunderts versuchte eine Gruppe des Stadtposaunenchors Basel, an die Tradition des Turmblasens anzuknüpfen und spielte Samstags um 17 Uhr Choräle und Psalmen. Dass das Experiment gelang, lag zum einen an der Begeisterung der vorwiegend jungen Bläser und - damals ungewöhnlich - Bläserinnen, zum anderen am unermüdlichen Engagement des Arztes und Amateurtrompeters Hans-Jakob Nidecker (1919 - 2005). Er verhandelte mit Behörden der Stadt und der Kirche und erreichte, dass das Vesperblasen als kulturelles und kirchliches Angebot anerkannt und gefördert wurde. Dass der Posaunenchor die Turmstube auf dem Georgsturm benutzen darf, ist ein Zeichen dieser Wertschätzung. Mittlerweile gehört  das Vesperblasen als fester Bestandteil zur Kultur in Basel.



     Die Begeisterung für das wöchentliche Turmblasen hält bei den Bläserinnen und Bläsern des Stadtposaunenchors seit über 50 Jahren an. Dies ist massgeblich der Tätigkeit des ehemaligen musikalischen Leiters Arthur Eglin zu verdanken, der regelmässig und weit über seine Pensionierung hinaus Noten für den Posaunenchor herausgibt, darunter Hunderte von Choral- und Psalmsätze aus sieben Jahrhunderten.



    Das Ritual ist zwar immer dasselbe: Samstags von

17 00 bis 17 15 werden einige Lieder und manchmal auch Instrumentalstücke gespielt. In der Auswahl der Musik wird es den Gruppen jedoch niemals langeweilig: Stets steht ihnen »neue« Musik zum Ausprobieren zur Verfügung.



     Am 24. Dezember spielt der ganze Stadtposaunenchor auf dem Münsterplatz und auf mehreren Galerien des Münsters. Am Silvesterabend von 23 30 bis zum Stundenschlag beendet der Stadtposaunenchor, zusammen mit einer grossen Menschenmenge, die sogar regelmässig mitsingt, auf feierliche Weise das Jahr.



     Nur am Samstag vor Ostern gibt es kein Vesperblasen. Dafür werden am Gründonnerstag Passionschoräle gespielt.








Im Winter kann es auf dem Turm recht ungemütlich werden.

Turmblasen auf dem Martinsturm; im Hintergrund der eingerüstete Georgsturm

Psalm 25 Ich erhebe mein Gemüte

Satz Arthur Eglin *1932


Immer wieder werden die Bläserinnen und Bläser mit der prachtvollen Aussicht und im Winter mit wunderbaren Sonnenuntergängen belohnt.

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