Der Stadtposaunenchor und seine Musik

     Als der Stadtposaunenchor Basel um 1957 die für viele Bläser typische Art, Noten zu lesen (»Militärschreibweise«), und damit einen Grossteil seines Musikrepertoires aufgab, war er dringend auf neue Noten angewiesen. Heute gibt es wohl wenige Musikvereine, welche über eine so exklusive Sammlung an Noten verfügen wie der Stadtposaunenchor Basel. Dies ist in erster Linie das Verdienst des ehemaligen Leiters Arthur Eglin, der seit über fünfzig Jahren Noten-reihen herausgibt: vowiegend alte Psalm- und Choralsätze, frühbarocke Instumentalmusik, romantische Chormusik und Kirchenmusik zeitgenössischer Komponisten. Darunter sind unzählige Wiederentdeckungen aus jahrhundertealten Ausgaben aber auch sehr viele Eigenkompositionen. Schon die Namen der Reihen zeigen, dass Eglin für »seine« Chöre arbeitet und dass für ihn das Spielen auf  Trompeten und Posaunen untrennbar mit dem Singen verbunden ist: »Zum Singen und Blasen«, »Cantai e sunai«, » Musik zum Singen und Spielen für Kirche, Schule und Haus«, … .

     Zu Anfang schrieb der gelernte Typograph, Musiker und Komponist die Noten mitsamt den Notenlinien auf so-genannte Alkoholmatrizen und gab sie als Hefte heraus, das heisst, die Noten wurden an die Bläserinnen und Bläser verschenkt. Bald kamen andere Druck- und Verviel-fältigungstechniken zum Einsatz. Bis heute sind die Noten aber von Hand geschrieben.

    In Zusammenhang mit der Engadiner Kantorei in

St. Moritz erschien die »Laudinella Reihe« in 480 Ausgaben.

Arthur Eglins Hefte aus den frühen Sechzigerjahren

waren, abgesehen vom Einband, handgeschrieben

und mit Alkoholmatrizen vervielfältigt.

Psalm 121, den Eglin gern als seinen Lieblingspsalm bezeichnet, in einem seiner sehr zahlreichen eigenen Sätze, hier noch als »blaue Noten«

Psalm 140 in einem Satz von Claude Le Jeune (um 1530-1600),

die Haupstimme steht, wie damals üblich, im Tenor

Erschienen 1964 in der »Laudinella-Reihe«

Als einer der ersten Komponisten setzte Johann Crüger (1598-1663) die Hauptstimme der Psalmen in den Sopran. Besonders ist auch die fünfstimmige Symphonia, wahrscheinlich auch von Crüger.

Ausgabe: »Basler Notenheft 19, Psalmsätze aus dem 17. Jh.«

Die Zeitschrift »Nachklänge« erscheint acht mal

jährlich. Sie enthält Notenblätter, Übungen für Bläserinnen und Bläser, Kommentare zu den veröffentlichten Noten und reichhaltige Textbeiträge.

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Arthur Eglin

*1931

Psalm 121 à 4

»Ich schau nach jenen Bergen fern«

Claude Le Jeune

um 1530-1600

Psalm 140 à 4


Posaunen

Johann Crüger

um 1598-1663

Symphonia à 5

&

Psalm 80 à 4

Besonders wertvoll für die Arbeit des Stadtposaunenchors sowie des Ökumenischen Singkreises ist die Reihe »Basler Notenhefte«. Die bunten Heftchen passen in jeden Instrumentenkoffer und haben das ideale Format zum Musizieren auf dem Münsterturm.

Ebenfalls in einem instrumentenkoffer-freundlichen Format sind die Heftchen »Noten für Posaunenchöre« und die »Nachklänge«, hochformatige Blätter, welche Eglin als sein Spätwerk angekündet hatte. Mittlerweile sind auch die »Nachklänge« auf gegen 650 Notenblätter angewachsen.

  

     Für seine Verdienste um die Kirchenmusik wurde Arthur Eglin von der Theologischen Fakultät der Universität Basel die Ehrendoktorwürde verliehen.


   Iris Junker, die jetzige musikalische Leiterin des Stadtposaunenchors, setzt die Tradition der Verbindung von Bläsermusik mit Gesang fort.


   Selbstverständlich steht es den Gruppen frei, auch selber Musik zu suchen oder sogar herauszugeben und zu spielen.

David Wolkenstein

1634-1592

Erhör mein Wort, mein Red vernimm

Martin Zeuner

1576 - 1619

Christum wir sollen loben schon

Probe 16.12.2013

Leonhard Schröter

1532-1601

Lobt Gott. ihr Christen

Probe 16.12.2013